Kopfschmerzen, Tinnitus, Nackenverspannungen oder knackende Kiefergelenke — viele Beschwerden haben ihren Ursprung im Kausystem. Wir erklären die typischen Symptome und Ursachen einer Craniomandibulären Dysfunktion.
Die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist eine Funktionsstörung des Zahnhalteapparats und des Kausystems. Weil sich die Beschwerden auf den ganzen Körper auswirken können, werden die Symptome oft falsch zugeordnet — Patienten wandern jahrelang von Arzt zu Arzt, ohne dass jemand an den Kiefer denkt.
Dabei lässt sich CMD heute präzise diagnostizieren und gezielt behandeln. Voraussetzung: die typischen Warnzeichen zu erkennen und die richtigen Fragen zu stellen — Wann haben die Beschwerden angefangen? Wurde zuvor eine zahnärztliche oder kieferorthopädische Behandlung durchgeführt?
CMD-Symptome sind extrem vielfältig. Damit man sie überhaupt einordnen kann, ist es sinnvoll, sie nach ihrer Beziehung zum Kausystem zu sortieren — direkte Symptome am Kiefer und indirekte Symptome am restlichen Körper. Je früher CMD erkannt wird, desto besser die Behandlungsaussichten.
In über 80 % aller Fälle hat eine CMD ihren Ursprung im Mund: nicht ersetzte Zahnlücken, zu hohe oder zu tiefe Füllungen, schlecht sitzender Zahnersatz oder kieferorthopädische Behandlungen verändern die Kontaktpunkte zwischen Ober- und Unterkiefer — und damit die gesamte Biss-Statik.
Schon eine Abweichung von wenigen zehntel Millimetern zwingt die Muskulatur dazu, den Kiefer in eine Fehlstellung zu drücken. Über Wochen und Monate breiten sich daraus Symptome im ganzen Körper aus.
Statt zu raten, messen wir. Das Zebris JMA-System zeichnet jede einzelne Kieferbewegung in Echtzeit dreidimensional auf — berührungslos, ohne Röntgenstrahlung, bis auf den zehntel Millimeter genau.
Die Diagnostik dauert etwa 30 Minuten und bildet die exakte Grundlage für jede weitere Therapie.
Die Behandlung folgt einem klaren, auf Sie individuell zugeschnittenen Ablauf. Ziel ist eine dauerhafte Entlastung der Gelenke und Muskulatur — nicht nur Symptomlinderung.
Ausführliches Gespräch, klinische Untersuchung und Zebris-Messung. Wir finden die individuelle Fehlstellung und planen die Therapie.
Eine individuell gefertigte Schiene (Aqualizer oder adjustierte Michigan-Schiene) bringt den Kiefer in die entlastete Zielposition. Getragen wird sie nachts, manchmal auch tagsüber.
Nach 4, 8 und 12 Wochen justieren wir die Schiene nach. Bei Bedarf ergänzen wir die Therapie um Physiotherapie oder Osteopathie.
Wenn Kronen, Brücken oder Implantate eingesetzt werden, muss der Zahnersatz millimetergenau in Ihr individuelles Kausystem passen. Ein zu hoher Kontaktpunkt reicht aus, um neue CMD-Beschwerden auszulösen.
Wir vermessen Ihr Kiefergelenk vor der Anfertigung des Zahnersatzes digital — so produziert das Labor den Ersatz exakt nach Ihrer realen Biss-Bewegung, nicht nur nach einem statischen Abdruck.
„Er hat sich sehr viel Zeit genommen, ich wurde professionell beraten und mir wurden mehrere Alternativen für meine Zahnproblematik aufgezeigt. […] Insgesamt kann man sich in der Praxis sehr gut aufgehoben fühlen."
Wir nehmen uns Zeit für eine ausführliche Funktionsdiagnostik — und sagen Ihnen ehrlich, ob und wie wir helfen können.
Kronen, Brücken und Implantate — mit Zebris passend zu Ihrem Kiefergelenk geplant.
Mehr erfahren →CMD-Diagnostik ist berührungsfrei und schmerzfrei — ideal auch für ängstliche Patienten.
Mehr erfahren →Bei schweren strukturellen Ursachen: kieferchirurgische Korrekturen als letzte Therapieebene.
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