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Parodontose-Behandlung

Die stille Volkskrankheit — früh erkennen, gezielt stoppen

Parodontitis ist in Deutschland die häufigste Ursache für Zahnverlust ab 40. Mit moderner Diagnose und Laser-Therapie halten wir sie auf — bevor Ihre Zähne locker werden.

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Was ist der Unterschied?

Gingivitis vs. Parodontitis

Beide fangen mit Zahnfleischbluten an. Und beide entstehen aus demselben Grund: bakterielle Beläge, die sich am Zahnfleischrand festsetzen. Aber während die eine harmlos und heilbar ist, führt die andere unbehandelt zum Zahnverlust.

Der entscheidende Unterschied: Gingivitis betrifft nur das Zahnfleisch. Parodontitis betrifft den gesamten Zahnhalteapparat — inklusive Kieferknochen. Und einmal abgebauter Knochen kommt nicht wieder.

Stufe 1

Gingivitis

Zahnfleischentzündung. Zahnfleisch rot, geschwollen, blutet beim Putzen.

Reversibel — verschwindet mit guter Mundhygiene und PZR.

Stufe 2

Parodontitis

Entzündung greift auf Knochen und Bindegewebe über. Zahnfleischtaschen bilden sich.

Nur stoppbar, nicht heilbar — erfordert gezielte Therapie.

Warum behandeln?

Parodontitis ist mehr als ein Zahnproblem

Die Bakterien aus den Zahnfleischtaschen gelangen in den Blutkreislauf. Dort richten sie Schaden an — weit über den Mund hinaus.

01

Zahnverlust

Die häufigste Ursache für verlorene Zähne ab 40. Der Kieferknochen baut sich ab, der Zahn verliert seinen Halt und muss schließlich gezogen werden.

02

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Studien zeigen ein doppelt so hohes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Parodontitis-Bakterien fördern Arterienverkalkung und Entzündungen im Körper.

03

Diabetes & Schwangerschaft

Diabetiker haben ein dreimal höheres Risiko für Parodontitis — und umgekehrt verschlechtert die Parodontitis den Blutzucker. In der Schwangerschaft: Risiko für Frühgeburten.

Der Ablauf

Wie wir Parodontitis behandeln

Unser Ziel: die Entzündung stoppen, Zahnfleischtaschen schließen, den Knochenabbau aufhalten. In vier aufeinander abgestimmten Phasen.

  1. Diagnose

    Wir messen die Zahnfleischtaschen, dokumentieren Zahnbeweglichkeit und Blutungsindex. Auf Wunsch DNA-Bakterientest zur Keim-Bestimmung.

  2. Vorbehandlung

    Gründliche PZR und Einweisung in die optimale Mundhygiene — denn ohne Ihre Mitarbeit wird die Behandlung nicht nachhaltig.

  3. Tiefenreinigung

    Zahnfleischtaschen werden mit Ultraschall und Handinstrumenten gereinigt. Auf Wunsch zusätzlich mit Laser zur Bakterienabtötung.

  4. Nachsorge

    Regelmäßige Kontrollen alle drei bis sechs Monate — die UPT (Unterstützende Parodontitis-Therapie) sichert den langfristigen Erfolg.

Häufige Fragen

Was Sie noch wissen sollten

Die wichtigsten Antworten rund um Diagnose, Behandlung und Nachsorge der Parodontose.

Woran erkenne ich Parodontitis früh?

Zahnfleischbluten beim Putzen, Mundgeruch, gerötetes oder zurückgehendes Zahnfleisch, empfindliche Zahnhälse, Zahnbeweglichkeit. Wer das bemerkt, sollte zeitnah einen Termin vereinbaren.

Kann man Parodontitis heilen?

Heilen nicht. Aber stoppen — und zwar zuverlässig. Wenn wir früh genug behandeln, bleibt der Knochenstatus stabil und Sie behalten Ihre Zähne ein Leben lang.

Tut die Behandlung weh?

Wir betäuben das Behandlungsgebiet lokal. Während der Reinigung spüren Sie nichts. Nach der Behandlung kann das Zahnfleisch für ein bis zwei Tage empfindlich sein.

Zahlt die Krankenkasse die Behandlung?

Ja, bei medizinischer Indikation. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Grundtherapie. Moderne Zusatzleistungen wie Laser-Therapie oder Bakterientest sind private Leistungen.

Wie oft muss ich zur Nachsorge kommen?

Je nach Schweregrad alle drei bis sechs Monate. Die UPT ist der wichtigste Faktor für den langfristigen Behandlungserfolg — ohne Nachsorge kommt die Parodontitis zurück.

Ich bin Raucher — ist die Behandlung überhaupt sinnvoll?

Ja, unbedingt. Rauchen verschlechtert die Heilung allerdings deutlich. Wir sprechen offen darüber und helfen Ihnen, das Risiko zu reduzieren — auch ohne Aufhör-Druck.

Zahnfleischbluten? Nicht ignorieren.

Je früher wir Parodontitis erkennen, desto mehr Zahnsubstanz können wir erhalten. Vereinbaren Sie einen Check-up — unverbindlich und in Ruhe.

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